Am Wochenende hat die SPD Baden-Württemberg auf einem Landesparteitag ihre Liste für die Bundestagswahl aufgestellt. Dabei wurde die Esslinger Kandidatin Argyri Paraschaki auf Platz 31 nominiert und erhielt dort mit rund 90% Zustimmung eines der besten Ergebnisse. „Das zeigt mir, dass ich als Person, aber vor allem mit meinen Themen vollen Rückhalt in meiner Partei habe. Ich will im Wahlkampf alle Menschen ansprechen, auch diejenigen, die sich von der Politik gerade eher fern halten. Wir brauchen sie für eine stabile Demokratie. Und ich bin überzeugt, die SPD hat die richtigen Angebote für sie“, gibt sich Paraschaki kämpferisch.
Der grün-schwarze Koalitionsvertrag besteht aus 160 Seiten Verpackung für ganz wenig Inhalt. Das gilt, wie der Titel androht, nicht nur jetzt, sondern wohl auch für morgen. Und je mehr die Erneuerung beschworen wird, desto klarer wird, dass es beim Beschwören bleibt.
Unser Land steht vor den wohl größten Herausforderungen seit seiner Gründung. Und in diese Zeit starten Grüne und CDU mit vielen Worthülsen und kaum greifbaren Inhalten und Vorhaben. Und wo man mal Vorhaben erahnen kann, wird diesen Vorhaben schon vor dem Start die Luft herausgelassen, weil es angeblich am Geld fehlt. Das bedeutet nicht nur fünf Jahre Stillstand, sondern dazu nicht enden wollende Debatten in der Koalition. Denn Konflikte wurden nicht behoben, sondern nur aufgeschoben. Diese Harmonie der Tatenlosen wird dann enden, wenn man etwas tun muss.
Auch nach der Landtagswahl führt Andreas Kenner seine digitale Montagsrunde fort. Am 3. Mai waren Naphat Mann, der Schulsprecher des Kirchheimer Ludwig-Uhland-Gymnasiums und Marlene Theiss vom Gymnasium in Plochingen seine Gäste. Mit ihnen unterhielt sich Andreas Kenner darüber, was die Corona-Pandemie mit jungen Menschen macht und ob insbesondere sie den Preis für die Corona-Bekämpfung zahlen.
Naphat Mann: „Bei der digitalen Infrastruktur haben wir noch immer Nachholbedarf“.
Die seit 11. Januar wöchentlich über die Bühne gehende „Kenners Montags Runde“ wird auch nach den Landtagswahlen fortgeführt. Pünktlich wie immer startet die Runde auch am kommenden Montag, den 03. Mai um 19 Uhr mit dem Thema Zahlt die Jugend den Preis für die Corona Bekämpfung?
Ausgefallener Unterricht, Verschuldung unseres Landes für Jahrzehnte, die Bildungsgerechtigkeit wird durch Corona ganz außer Kraft gesetzt, viele Ausbildungsplätze fallen weg, kein Sport, kein Kino, kein Club, kein Theater, kein Orchester, keine Klassenfahrt, kein Urlaub, nächtliche Ausgangssperre, geschlossene Freibäder, keine Festivals.
Wie wirkt sich das auf das Leben junger Menschen aus? Welche Ängste entstehen da. Welche Erwartungen haben junge Leute an die Politik?
Die Auf- und Umbruchstimmung zum Ende der 1960er Jahre waren der Auslöser für die politische Aktivierung von Hannelore Lindenlaub. Motiviert und überzeugt von der Friedens- und Versöhnungspolitik der Ära Brandt trat sie konsequenterweise vor 50 Jahren in die SPD ein, weil sich diese Partei „auch um die kleinen Leute kümmert“. Sie beließ es nicht bei der Parteimitgliedschaft, sondern ist auch seit über 40 Jahren Gewerkschaftsmitglied.
Im Jahr 1973 folgte der Umzug von Frankfurt/Main nach Altbach und der nahezu unverzügliche Einzug in den dortigen Gemeinderat, in dem sie über zwei Amtsperioden von 1975 bis 1985 sehr engagiert mitgearbeitet hat. Für eine „reingeschmeckte“ Frankfurterin eine mehr als respektable Leistung im schwäbischen Kernland.